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Corona war im Lande.

Die Menschen mit Behinderung blieben zu Hause und durften nicht arbeiten. Einfach so. Von jetzt auf gleich.

Wer hat das erklärt? Wer hat das aufgefangen?

Wir treffen uns unter der Remise, draußen und überdacht im strömenden Regen. Wir waren so lange zu Hause in physical distancing. Wir lechzen nach sozialen Kontakten und nach Austausch.

Es sind außergewöhnliche Zeiten. Die ganze Welt ist bedroht von einer Pandemie. So gibt es viele Möglichkeiten, sich weltweit zu vernetzen und zu verbünden. Es gibt neue Wege, online zu kommunizieren, um sich in Distanz doch irgendwie nahe zu fühlen, sich zu sehen und zu hören, wenigstens auf dem Bildschirm.

Ich bin Angehörige eines MmB. Ich bin sozusagen in der Pflege tätig, aber ich koordiniere auch Termine, ich mobilisiere, ich fördere, ich spiele, kümmere mich und sorge für die Pflegeperson.

Ich bin Mutter. Ich liebe meine Tochter und ich begleite ihren Lebensweg. Ich unterstütze sie in allen Lebenslagen und bin gerne für sie da...

Jana hat (wie wohl irgendwie alle unsere Kinder mit geistigen Beeinträchtigungen) echt anstrengende autistische Züge. Sie ist manchmal so lustig, so geistreich, so verständig und manchmal leider auch so eingefahren, so besessen, so beschränkt. Ich kann diese Phasen mal besser, mal schlechter aushalten, reagiere mal mehr, mal weniger aggressiv oder verständnisvoll darauf.