Das Projekt WIR

Die verschiedenen Angebote im Projekt WIR sollen helfen, eigene Kraftreserven zu aktivieren und zu stärken. Familien mit behinderten Angehörigen sind eine Minderheit in der Bevölkerung und begegnen sich deshalb meist nicht zufällig.  Deshalb wollen wir gezielt Menschen mit ähnlichen Interessen und Lebenssituationen miteinander in Kontakt bringen. Wir wollen ein gegenseitiges Kennenlernen fördern und Vernetzung ermöglichen. Gleichzeitig wird das wichtige Anliegen verfolgt, eine Grundlage für den Aufbau einer starken Elternselbsthilfe vor Ort zu schaffen, die auch eine gute Selbstvertretung ist.

Die Lebenssituation von Eltern und Angehörigen eines behinderten Menschen ist eine besondere. Die Sorge um das Kind oder den Angehörigen mit Behinderung prägt die Lebenssituation vielfach bis ans Lebensende. Freizeit, so wie andere Familien sie gestalten können, ist knapp bemessen und steht nicht selbstverständlich zur Verfügung. Dort wo andere Familien loslassen können, weil Kinder erwachsen werden, bleibt bei Eltern behinderter Kinder die Verantwortung lebenslang bestehen. Geschwister sind ebenfalls in einer ganz besonderen Lebenssituation. Vielfach teilen sie einen Großteil der Aufmerksamkeit der Eltern mit dem Geschwisterkind, das die Eltern sehr viel mehr fordert. Früh übernehmen sie Mitverantwortung für ihre behinderten Geschwister; im Erwachsenenalter wird die gesetzliche Betreuung und Sorge für den Angehörigen mit Behinderung oft auf die Geschwister übertragen, wenn die Kräfte der Eltern mit zunehmendem Alter schwinden.

Alle Angehörigen sowie beteiligte Familienmitglieder und Freunde von Menschen mit Behinderung möchten wir mit unserem Projekt WIR erreichen.

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Stimmen aus dem Projekt WIR:

 „Besonders gut gefällt mir an dem Projekt WIR, dass hier Menschen zusammenkommen, denen ich nicht lange unsere besondere familiäre Situation beschreiben muss, sondern von denen ich weiß, dass sie mich sehr gut verstehen können, weil sie sich in - wie auch immer - ähnlicher Situation befinden (Christina).“

 „Mir gefällt die Möglichkeit des persönlichen Aufeinandertreffens und Austauschs, Hilfestellung usw. unabhängig vom Alter des behinderten Menschen über Altersgrenzen hinweg (Birgit).“

 „Es ist schön, so etwas jetzt zu haben. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass mir so eine Plattform sicher damals geholfen hätte. Es ist eine Plattform, die Menschen mit behinderten Angehörigen endlich mal wirklich entlasten könnte, weil alle Informationen, die man sich sonst mühsam zusammensuchen muss, gebündelt werden und von jemand, dem man vertraut und der einen versteht, verwaltet werden (Britta).“

 „Ich bin sehr begeistert von dem Projekt WIR, weil es Menschen zusammenführt, die in ähnlichen Lebenssituationen sind … Es ist so hilfreich, im Kontakt mit den Erfahrungen der anderen Betroffenen gerade problematische Phasen oder Situationen, die immer wieder mit unseren behinderten Angehörigen auftreten, besser zu bewältigen (Ingrid).“

 „WIR gefällt mir, weil dort Kräfte gebündelt werden von Eltern und Angehörigen die wissen, worum es in den vielen unterschiedlichen Lebenssituationen geht und was gebraucht wird. Es wird schnelle Hilfen und Austausch zu vielen Themen geben, so dass nicht jeder selbst Informationen mühsam zusammensuchen muss (Heike).“

„Mir gefällt, dass wir Eltern uns gegenseitig helfen und unterstützen. Wir sind es ja auch, die mit unseren Kindern leben, die unsere Kinder kennen und gelernt haben, ihre Bedürfnisse und Wünsche einzuschätzen - besser als es vielleicht manchmal Ärzte, Therapeuten und Fachkräfte können. Ich finde es wichtig, dass wir Eltern uns organisieren und austauschen und schauen, wie wir das Leben für unsere Kinder und für uns am besten gestalten können. Die Fachleute für unsere Kinder sind WIR. Ich verstehe die Plattform als ein Austausch unter mündigen Eltern. (Sandra).“

 „Das, was der Ursprungsgedanke der Lebenshilfe als Elternverein war, kommt wieder in den Vordergrund – die Hilfe für die Angehörigen im Sinne der Menschen mit Behinderung, denn das ist mehr als eine reine Dienstleistungsbereitschaft (Moni).“

 „[Was mir im Projekt WIR gefällt, ist die] „Positive „Willkommenskultur“, auch wenn der Begriff schon überstrapaziert ist. So habe ich mich [schon damals] in der Gruppe „Eltern helfen Eltern“ von Anfang an sehr aufgenommen gefühlt (Petra).“