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Lebenshilfe Frankfurt - News

Dem Mittwoch-Nachmittag einen anderen Sinn geben


... Das war das Motto des zweiten Wahrnehmungs-Parcours des Projektes Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V.

In dem Gewusel unserer Zeit und der permanenten Überflutung von äußeren Reizen durch unsere Umgebung ist es umso wichtiger, inne zu halten. Vieles passiert gleichzeitig. Wir essen, hören Musik, bedienen das Smartphone, fahren nebenbei Auto. Selten machen wir uns bewusst, wie es den Menschen geht, die aufgrund von Sinneseinschränkungen viel mehr Aufmerksamkeit aufbringen müssen, um ihr Leben zu bewältigen und zudem auf die Unterstützung von Anderen angewiesen sind. Genau das war das Ziel unseres Wahrnehmungs-Parcours: Unsere Aufmerksamkeit auf das zu richten, was gerade in diesem Moment mit uns passiert, unsere Wahrnehmung zu schärfen und auf die Lebenswelt von Menschen mit Einschränkungen aufmerksam zu machen. Dazu gab es verschiedene Stationen, wo unter Anleitung ein oder mehrere Sinne eingeschränkt wurden. Die Besucher hatten die Möglichkeit, Geräusche zu erraten, bekannte wie unbekannte Gegenstände zu ertasten, alltägliche Gerüche bewusst wahrzunehmen und zu erleben. Mit verbundenen Augen ein Gelände zu erkunden, geführt von einem anderem Menschen, stellte die Besucher vor besondere Herausforderungen, die für blinde Menschen zu ihrem Alltag gehören.

Insgesamt 46 Bürgerinnen und Bürger jeden Alters suchten diese Erfahrung. Sie kamen aus ganz unterschiedlichen Motiven. Viele arbeiten ehrenamtlich mit Menschen nach der Flucht, eine Gruppe von jungen Männern engagiert sich in sozialen Projekten. Junge Geflüchtete aus dem Stadtteil Hausen fanden den Weg zu uns und Andere waren interessiert, was hinter dem Namen  "Lebenshilfe" steht.

Ohne die Hilfe von 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firma Cisco Systems wäre die Organisation eines solchen Tages nicht machbar gewesen. Im Rahmen eines „social day“ wurden sie für diesen Tag von ihrem Arbeitgeber freigestellt, durchliefen vormittags selbst alle Stationen und wurden somit qualifiziert, diese Erfahrung nachmittags den Gästen zukommen zu lassen. Vielen herzlichen Dank für diesen Einsatz!

Diese Zeilen einer mail erhielten wir von einer Besucherin. Sie spiegeln gut den Gesamteindruck des Wahrnehmungs-Parcours: „….ich wollte Ihnen nochmal rückmelden, dass uns der Wahrnehmungsparcours sehr gut gefallen hat. Die Stationen waren spannend und die Atmosphäre sehr herzlich. Haben Sie vielen Dank für den schönen Nachmittag!“

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