Digitale Broschüre

Gemeinsam für Teilhabe

Jahresbericht 2025

Planung und Ausblick

So sichern wir unsere Zukunft:

Strategie 2026/2027

Die Lebenshilfe Frankfurt hat einen Strategieprozess durchgeführt. Das heißt, sie hat ihren Leitgedanken überprüft. Sie hat auch überlegt, welche Ziele in den Jahren 2026 und 2027 wichtig sind und wie sie diese Ziele erreichen möchte.

In den Jahren 2023-2025 hieß der Leitgedanke „Gemeinsam stark für die Zukunft“. In den kommenden Jahren hat sich die Lebenshilfe einen neuen Leitgedanken überlegt: „Gemeinsam für Teilhabe“

Das bedeutet, die Lebenshilfe Frankfurt wird weiter daran arbeiten, Teilhabe für alle zu ermöglichen.

Der Leitgedanke wird über vier Handlungsfelder umgesetzt:

Finanzierung sichern
Wir möchten alle unsere Dienstleistungsbereiche so finanzieren, dass sie gut tragfähig sind. Das bedeutet, wir arbeiten an einem jährlichen Überschuss von mindestens 4 % pro Angebot. Das ist notwendig, damit wir Herausforderungen begegnen können.  Um neues zu entwickeln, man sagt auch “um innovativ” zu sein, brauchen wir Mitarbeitende und finanzielle Mittel. Dann können die Entwicklungen den Personen, die wir begleiten, zugutekommen.

Auch Projektförderungen nehmen wir verstärkter in den Blick. Sie sind ebenfalls ein Werkzeug für mehr Veränderung und mehr Innovation. Sie helfen uns eine längerfristige Wirkung in einem bestimmten Bereich zu erzielen. Das ist in der Regelfinanzierung mancher Angebote so nicht vorgesehen.  Dafür wollen wir uns breiter aufstellen und uns nicht mehr allein auf einzelne Fördermittelgeber verlassen.

Unsere Marke stärken
Wir steigen in den Markenprozess wieder ein und klären, wofür die Lebenshilfe Frankfurt in der heutigen Zeit steht. Dazu gehört, unsere besonderen Stärken und Qualitätsmerkmale klar zu benennen.

Außerdem wollen wir unsere Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit weiter erhöhen, damit mehr Menschen unsere Angebote kennen und verstehen, was uns ausmacht. Die Lebenshilfe Frankfurt macht in verschiedenen Netzwerken mit. Dort setzt sie sich für die Menschen ein, die sie unterstützt. So können Veränderungen angestoßen werden.

Angebote weiterentwickeln
Der Bedarf der Menschen steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Deshalb überprüfen und verbessern wir regelmäßig unsere bestehenden Angebote. Wir fragen uns: passen die Angebote auf die Bedarfe? Sind die Angebote so finanziert, dass wir den Bedarfen gerecht werden? Welche Punkte haben wir nicht (ausreichend) im Blick?

Wir arbeiten an klaren Kriterien und Arbeitsweisen, um zukünftige neue Angebote gezielt und professionell zu entwickeln.
Dafür wollen wir neue strategische Netzwerke und Partnerschaften aufbauen, die gut zu den Bedarfen passen, die wir erkennen.

Arbeitskräfte gewinnen und stärken
Nichts von dem bis hierher Genannten lässt sich ohne die Mitarbeitenden und Unterstützer*innen der Lebenshilfe Frankfurt umsetzen. Wir denken bei unseren Angeboten zuerst an die Menschen, die sie nutzen. Wichtig sind uns auch die Menschen, die sie im Alltag begleiten und unterstützen.

Wir entwickeln bereichsübergreifende Leitlinien und ein Verfahren für das Thema „Ausbildung in der Lebenshilfe Frankfurt“.
Außerdem sollen die Entwicklungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten für Mitarbeitende transparent und nachvollziehbar sein – intern wie extern. Die Lebenshilfe Frankfurt mit ihren 3 Firmen unter einem Dach hat vielfältige Arbeitsangebote. Diese sind den Menschen noch nicht ausreichend bekannt und das wollen wir ändern.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Ehrenamt: Ein Ehrenamtskonzept wurde entwickelt und soll nun überall in der Organisation angewendet werden.

Ausblick der Fachbereiche

In den Fachbereichen wurden bereits zahlreiche Aktivitäten gestartet, die die Umsetzung der Strategie vorantreiben. Nachfolgend sind einige Beispiele aufgeführt.

Freizeit-Assistenz der Ambulanten Familienhilfe (AFH)
Wir möchten die Freizeit-Assistenz auch in Zukunft weiterentwickeln und an neue Anforderungen anpassen. Dabei achten wir auf Veränderungen in der Eingliederungshilfe, der Jugendhilfe sowie bei Kostenträgern und politischen Rahmenbedingungen.

Ein wichtiges Ziel ist die bessere Zusammenarbeit mit Schulen, Kindertagesstätten und anderen Freizeitangeboten. Wir möchten Übergänge, zum Beispiel von der Kita in die Schule oder von der Schule ins Arbeitsleben, noch besser begleiten.

Wir möchten mehr Kindern und Jugendlichen den Zugang zur Freizeit-Assistenz ermöglichen und die inklusiven Ferienangebote weiter ausbauen.

Wir möchten die Zusammenarbeit mit der Ansprechpartnerin für Beratung und Fragen verbessern. Dafür gibt es Angebote für Angehörige und Klient*innen, wie Gruppen, Beratungen und gemeinsame Treffen zum Austausch.

Selbsthilfe und Beratung
Das Angebot für Angehörige wird im Jahr 2026 weitergeführt. Ab April 2026 gibt es ein neues Angebot. Es heißt „Angehörige im Austausch“. Das Angebot ist für Angehörige, die sich um einen erwachsenen Menschen mit Förderbedarf kümmern oder mit ihm zusammenleben. Das Angebot soll ein Ort für Austausch sein. Die Angehörigen können miteinander sprechen und sich gegenseitig stärken und unterstützen. Mitglieder sind natürlich herzlich willkommen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Ehrenamt
Viele Ehrenamtliche unterstützten uns auch 2025 bei unseren Veranstaltungen und bei den Ferienangeboten.

Diese Hilfe ist für uns sehr wichtig. Wir freuen uns sehr über das große Engagement.

Seit Ende 2025 gibt es eine Kollegin, die sich speziell um das Ehrenamt kümmert.
Sie übernimmt viele verschiedene Aufgaben. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Ehrenamtliche finden und begleiten
  • Social Days mit Firmen planen
  • Veranstaltungen vorbereiten und koordinieren

Durch ihre Arbeit bekommen die Ehrenamtlichen eine gute Ansprechperson.
Und unsere Angebote können noch besser organisiert werden.

Für das Jahr 2026 planen wir, den Bereich Ehrenamt weiter auszubauen. Zum Beispiel möchten wir den Ehrenamtspool zur Unterstützung der Ferienangebote weiter ausbauen. So können wir die Angebote langfristig sichern und erweitern.

Langfristig möchten wir noch mehr Menschen für ein Engagement gewinnen und die Zusammenarbeit mit bestehenden Ehrenamtlichen weiter stärken.

Atelier Goldstein
2026 feiert das Atelier Goldstein sein 25-jähriges Jubiläum.

Die Bauarbeiten im Mittleren Hasenpfad werden 2026 abgeschlossen. Danach kann das Atelier wieder in seine eigenen Räume zurückziehen. Dort gibt es dann noch bessere Bedingungen für die Arbeit der Künstler*innen.

Neue Ergotherapie- und Logopädie-Praxis
2026 plant die Lebenshilfe Frankfurt die Eröffnung einer Praxis für Ergotherapie und Logopädie. Dort sollen Kinder individuell gefördert werden. Mit dem neuen Angebot reagieren wir auf den steigenden Bedarf an therapeutischer Unterstützung und entwickeln unsere Angebote weiter.

Empowerment und Selbstvertretung ausbauen
Ab 2026 möchten wir die vorhandene Kompetenz von Klient*innen, Selbstvertreter*innen, Angehörigen und Mitarbeitenden noch stärker sichtbar machen. Ziel ist es, ihre Erfahrungen und ihr Wissen verstärkt nach außen einzubringen und sich gemeinsam für die Interessen von Menschen mit Beeinträchtigung einzusetzen.

Dabei steht das Thema Empowerment im Mittelpunkt. Menschen mit Beeinträchtigung sollen die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um ihre Anliegen selbst zu vertreten und aktiv mitzugestalten. Zum Beispiel durch die Ausbildung von Peer-Berater*innen im Rahmen des Projekts „Unser Recht“. Auch die stärkere Einbindung der Vertreter*innen des Selbstvertreter-Rates ist der Lebenshilfe Frankfurt ein Anliegen. So werden Teilhabe, Mitbestimmung und Selbstvertretung weiter gestärkt.