Unsere wirtschaftliche Situation
Bericht wirtschaftliche Lage
Einleitung
Lagebericht 2025 – Lebenshilfe Frankfurt
Jedes Jahr schreibt die Lebenshilfe Frankfurt einen Lagebericht im Rahmen der Wirtschaftsprüfung. Beschrieben werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und im sozialen Bereich. Dann geht es um die Bedingungen und Ergebnisse des Jahresabschlusses der Lebenshilfe Frankfurt im Verein, der Ambulanten Dienste gGmbH und der Wohnen gGmbH.
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland
Die Wirtschaft in Deutschland hat sich im Jahr 2025 leicht verbessert. Insgesamt ist die Wirtschaft um etwa 0,2 Prozent gewachsen.
Die Preise sind weiter gestiegen, aber nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor. Die Inflationsrate lag im Durchschnitt bei 2,2 Prozent. Inflation bedeutet: Alles wird teurer – zum Beispiel Lebensmittel oder Strom. Das heißt die Preise sind im Durchschnitt um 2,2 Prozent gestiegen. Außerdem wurden die Zinsen weiter gesenkt. Zinsen sind das Geld, das man für einen Kredit zahlen muss – oder das man bekommt, wenn man Geld spart.
Die Lage sozialer Organisationen
Für soziale Einrichtungen war das Jahr 2025 wieder sehr bewegt und auch schwierig.
Das Bundesteilhabegesetz stellt soziale Einrichtungen vor Herausforderungen. Die Unterstützung soll sich an den Wünschen und Bedürfnissen jedes einzelnen Menschen orientieren. Dafür sind verlässliche finanzielle Bedingungen wichtig.
Davon war auch die Lebenshilfe Frankfurt betroffen. Die Gespräche über die Finanzierung führt die Lebenshilfe Frankfurt mit der Stadt Frankfurt und dem Landeswohlfahrtsverband (LWV). Sie heißen “Leistungsträger”.
Die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung sind in der UN-Behindertenrechtskonvention festgelegt. Diese Rechte bleiben wichtig. Menschen mit Beeinträchtigung sollen selbst entscheiden können, wie sie leben möchten und welche Unterstützung sie brauchen.
Für die Umsetzung dieser Rechte wird ausreichend Geld benötigt. Das ist jedoch immer schwieriger, weil öffentliche Gelder knapp sind.
Gute Unterstützung braucht eine sichere Finanzierung
Die Lebenshilfe Frankfurt unterstützt Menschen mit Beeinträchtigung in vielen Lebensabschnitten. Gleichzeitig setzt sie sich für ihre Rechte und Interessen ein.
Im Jahr 2025 hat die Lebenshilfe Frankfurt mit der Stadt Frankfurt und dem LVW über die Finanzierung ihrer Angebote gesprochen. Ziel war es, genügend Geld für die Unterstützung der Menschen zu erhalten. Die Gespräche waren schwierig.
Ein wichtiges Thema war die wirtschaftliche Planung. Die Angebote sollen erhalten und gleichzeitig bezahlbar bleiben. Die Lebenshilfe Frankfurt hat darauf geachtet, Ausgaben im Blick zu behalten und die vorhandenen Mittel sinnvoll einzusetzen. Es müssen viele unterschiedliche Vorgaben und Gesetze eingehalten werden.
Außerdem wurde regelmäßig geprüft, wie die Lage der einzelnen Angebote und Dienste ist. Dafür wurden wichtige Zahlen ausgewertet. So konnte die Lebenshilfe Frankfurt früh erkennen, wenn Probleme entstehen und rechtzeitig darauf reagieren.
Geschäftsverlauf Lebenshilfe Frankfurt 2025
Verein
Für den Verein war es weiterhin schwer, neue Fachkräfte zu finden. Außerdem wurden die Kosten für Personal, Material und andere Ausgaben höher.
Die Einnahmen-Ausgaben-Lage stabilisierte sich nach einem schwierigen ersten Quartal. Die Einnahmen konnten im Jahresverlauf durch neue Vereinbarungen über die Finanzierung der Leistungen deutlich erhöht werden.
Die Lebenshilfe Frankfurt nahm 2025 im Verein insgesamt mehr Geld ein als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse des Vereins stiegen um 1,167 Millionen Euro auf 11,473 Millionen Euro (Vorjahr: 10,306 Millionen Euro). Das bedeutet: Der Verein erhielt für seine Leistungen mehr Geld als im Jahr davor.
Gleichzeitig stiegen auch die Personalkosten, unter anderem durch höhere Löhne nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Der Personalaufwand erhöhte sich auf 8,605 Millionen Euro (Vorjahr: 8,224 Millionen Euro). Das bedeutet: Für die Bezahlung der Mitarbeitenden wurde mehr Geld ausgegeben.
Am Ende des Jahres blieb ein Überschuss übrig. Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresüberschuss von 716,9 Tausend Euro (Vorjahr: 953,6 Tausend Euro). Das bedeutet: Die Lebenshilfe Frankfurt nahm mehr Geld ein, als sie ausgab.
Die Einnahmen waren zwar niedriger als im Vorjahr, insgesamt entwickelte sich die Lebenshilfe Frankfurt aber weiterhin positiv.
Einordnung der Finanzlage des Vereins
Die finanzielle Lage der Lebenshilfe Frankfurt ist mit Blick auf das gesamte Jahr 2025 als stabil zu werten.
Zum 31. Dezember 2025 verfügte der Verein über 1,680 Millionen Euro an liquiden Mitteln. Im Vorjahr waren es 255 Tausend Euro. Liquide Mittel sind Geld, das sofort zur Verfügung steht, zum Beispiel auf Bankkonten.
Der Verein nahm durch seine Arbeit mehr Geld ein, als für den laufenden Betrieb ausgegeben wurde. Deshalb war die Lebenshilfe Frankfurt jederzeit in der Lage, ihre Rechnungen und Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Die Bilanzsumme stieg auf 9,721 Millionen Euro (Vorjahr: 8,469 Millionen Euro). Die Bilanzsumme zeigt, wie viel Vermögen und Geld ein Verein insgesamt besitzt.
Auch das Eigenkapital erhöhte sich. Es lag zum Jahresende bei 4,831 Millionen Euro (Vorjahr: 3,979 Millionen Euro). Eigenkapital ist das Geld und Vermögen, das dem Verein selbst gehört.
Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 49,7 Prozent. Die Eigenkapitalquote zeigt, wie groß der Anteil des eigenen Vermögens am gesamten Vermögen ist.
Gleichzeitig konnten bestehende Kredite weiter zurückgezahlt werden. Dadurch verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Banken.
Risiken früh erkennen
Die Lebenshilfe Frankfurt prüft regelmäßig, welche Chancen und Risiken es für ihre Arbeit gibt. So können Probleme früh erkannt und Lösungen rechtzeitig geplant werden.
Ein wichtiges Risiko bleibt der Fachkräftemangel. Es ist oft schwer, genügend qualifizierte Mitarbeitende zu finden. Außerdem steigen die Lohnkosten weiter an.
Eine weitere Herausforderung ist die Finanzierung der Leistungen. Die Lebenshilfe Frankfurt ist darauf angewiesen, dass ihre Angebote ausreichend finanziert werden.
Risiken können auch durch neue Gesetze oder Änderungen bestehender Regelungen entstehen. Das gilt besonders für die Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigung. Auch die angespannte Finanzlage von Städten, Gemeinden und anderen öffentlichen Geldgebern kann Auswirkungen auf die Finanzierung der Angebote haben.
Die Lebenshilfe Frankfurt wertet regelmäßig wichtige Zahlen aus den verschiedenen Bereichen aus. So können Entwicklungen früh erkannt und bei Bedarf passende Maßnahmen ergriffen werden.
Chancen für die Zukunft
Viele Menschen nutzen im Jahr 2025 die Angebote der Lebenshilfe Frankfurt. Das ist eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung der Angebote.
Die Lebenshilfe Frankfurt bietet Unterstützung in vielen Lebensbereichen an. Dazu gehören die Frühförderung für Kinder, ambulante Hilfen sowie verschiedene Wohnangebote für Menschen mit Beeinträchtigung.
Durch diese vielfältigen Angebote kann die Lebenshilfe Frankfurt flexibel auf neue Bedürfnisse reagieren. So kann sie Menschen mit Beeinträchtigung weiterhin die Unterstützung anbieten, die zu ihrem Leben und ihren Wünschen passt.
Tochtergesellschaften
Lebenshilfe Frankfurt Ambulante Dienste gGmbH
Die Lebenshilfe Frankfurt Ambulante Dienste gGmbH gehört vollständig zur Lebenshilfe Frankfurt. Sie bietet Unterstützung für Menschen mit Beeinträchtigung an. Dazu gehören ambulante Hilfen, Beratung sowie Angebote für Familien, Freizeit und Bildung.
Die Umsatzerlöse stiegen im Jahr 2025 auf 9,861 Millionen Euro (Vorjahr: 9,791 Millionen Euro). Das bedeutet: Die Lebenshilfe Frankfurt Ambulante Dienste gGmbH nahm etwas mehr Geld ein als im Vorjahr.
Die Gesamtleistung erhöhte sich auf 10,314 Millionen Euro (Vorjahr: 10,159 Millionen Euro). Das zeigt, dass mehr Leistungen erbracht wurden.
Die Personalkosten sanken auf 8,164 Millionen Euro (Vorjahr: 8,362 Millionen Euro). Für Personal musste also weniger Geld ausgegeben werden als im Vorjahr. Eine Begründung hierfür ist, dass über 30 Mitarbeitende von der Ambulanten Dienste gGmbH in die Wohnen gGmbH wechselten.
Der Jahresüberschuss stieg auf 554,9 Tausend Euro (Vorjahr: 266,6 Tausend Euro). Am Ende des Jahres blieb somit deutlich mehr Geld übrig als im Jahr zuvor.
Die Bilanzsumme lag bei 2,435 Millionen Euro (Vorjahr: 2,423 Millionen Euro). Die Lebenshilfe Frankfurt Ambulante Dienste gGmbH verfügte somit insgesamt über etwas mehr Vermögen als im Vorjahr.
Das Eigenkapital erhöhte sich auf 1,830 Millionen Euro (Vorjahr: 1,275 Millionen Euro). Die finanzielle Grundlage der Lebenshilfe Frankfurt Ambulante Dienste gGmbH wurde dadurch stärker. Das ist wichtig, denn in der Ambulanten Dienste gGmbH sind Angebote, die sich durch Gesetzesänderungen oder Sparmaßnahmen der Bundesregierung verändern könnten.
Die Eigenkapitalquote stieg auf 75,2 Prozent. Das bedeutet: Ein großer Teil des Vermögens gehört der Gesellschaft selbst.
Lebenshilfe Frankfurt Wohnen gGmbH
Die Lebenshilfe Frankfurt Wohnen gGmbH gehört vollständig zur Lebenshilfe Frankfurt. Sie bietet verschiedene Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung an.
Im Jahr 2025 stiegen die Umsatzerlöse auf 6,648 Millionen Euro (Vorjahr: 5,891 Millionen Euro). Die Lebenshilfe Frankfurt Wohnen gGmbH nahm somit deutlich mehr Geld ein als im Vorjahr.
Die Gesamtleistung erhöhte sich auf 6,870 Millionen Euro (Vorjahr: 5,933 Millionen Euro). Auch hier wurden mehr Leistungen erbracht als im Vorjahr.
Der Personalaufwand lag bei 5,008 Millionen Euro (Vorjahr: 4,924 Millionen Euro). Die Ausgaben für Mitarbeitende stiegen somit leicht an.
Der Jahresfehlbetrag verringerte sich auf 190,0 Tausend Euro (Vorjahr: 762,7 Tausend Euro). Es gab zwar weiterhin ein Minus, dieses fiel aber deutlich geringer aus als im Vorjahr.
Die Bilanzsumme stieg auf 5,290 Millionen Euro (Vorjahr: 4,682 Millionen Euro). Die Lebenshilfe Frankfurt Wohnen gGmbH verfügte somit insgesamt über mehr Vermögen als im Jahr 2024.
Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöhte sich auf 1,869 Millionen Euro (Vorjahr: 1,679 Millionen Euro). Die finanzielle Situation der Lebenshilfe Frankfurt Wohnen gGmbH bleibt deshalb weiterhin schwierig.
Positiv ist, dass sich der Fehlbetrag gegenüber dem Vorjahr um 571 Tausend Euro verringerte. Die Lebenshilfe Frankfurt Wohnen gGmbH hat ihre finanzielle Lage also deutlich verbessert.