Unsere Arbeit – unser Fokus
Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)
Verlässliche Angebote und Unterstützung für Nutzer*innen gestalten
Viele Familien, die von der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) unterstützt werden, haben große Probleme in ihrem Leben. Diese Probleme können sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel:
- Eine Person in der Familie ist krank oder hat eine Beeinträchtigung.
- Die Eltern haben sich getrennt oder lassen sich scheiden.
- Die Familie hat Schulden.
- Sie haben Schwierigkeiten, eine Wohnung zu finden oder zu behalten.
- Es gibt nicht genug Betreuung für die Kinder.
- Oder andere belastende Situationen.
Oft haben die Familien mehrere Probleme gleichzeitig. Dadurch geraten sie in schwere (Lebens-)Krisen, die sie alleine nur schwer bewältigen können. Das hat meist auch Auswirkungen auf die Erziehung der Kinder. Große Probleme und viel Stress in der Familie können dazu führen, dass Eltern weniger Zeit und klare Regeln für ihre Kinder haben.
Die SPFH unterstützt Eltern, Kinder und Jugendliche direkt in ihrem Alltag und in ihrem gewohnten Umfeld.
Die Mitarbeiter*innen beraten die Familien und begleiten sie in verschiedenen Lebenssituationen. Das Ziel ist, dass die Familien lernen, ihre Probleme wieder selbstständig aus eigener Kraft zu lösen.
Damit hilft die SPFH dabei, dass die Eltern ihre Kinder gut erziehen können. Deshalb gehört diese Unterstützung zu den Hilfen zur Erziehung.
Die Hilfen werden für einen bestimmten Zeitraum bewilligt. Dafür müssen die Eltern einen Antrag beim Jugendamt stellen. Manchmal beginnt die Unterstützung aber auch, weil andere Stellen merken, dass eine Familie früh Hilfe braucht. Das kann zum Beispiel passieren, wenn Eltern die Unterstützung nicht kennen oder wenn das Wohl der Kinder gefährdet ist.
Für jede Familie werden gemeinsame Ziele festgelegt.
Wenn die Mitarbeiter*innen der SPFH Vertrauen zu den Familien aufgebaut haben, erleben die meisten Familien die Hilfe als große Unterstützung.
Wirtschaftliche Stabilität sichern
Familien in Frankfurt müssen für die Unterstützung durch die SPFH nichts bezahlen. Die Angebote sind für sie kostenlos, weil das Jugendamt die Kosten übernimmt. Das Jugendamt ist die zuständige Stelle der Stadt, die Familien, Kinder und Jugendliche unterstützt.
Die Arbeit der Mitarbeiter*innen der SPFH wird angemessen vergütet. Die Finanzierung ist klar geregelt. Für jede Familie bzw. jede betreute Person gibt es ein festgelegtes Budget. Dieses Budget wird für die Unterstützung der betreuten Person genutzt. Gleichzeitig gibt es finanzielle Spielräume, damit flexibel auf besondere Bedürfnisse der Familien reagiert werden kann.
Die Bezahlung für die Leistungen der SPFH wurde zuletzt im Jahr 2017 neu verhandelt. Seitdem wird sie jedes Jahr angepasst. Das entscheidet die Hessische Jugendhilfekommission. Die Hessische Jugendhilfekommission ist eine Gruppe von Fachleuten, die alle Jugendhilfeangebote in Hessen im Blick hat.
Mitarbeitenden gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit bieten
Im Jahr 2025 ist das Team der SPFH stabil geblieben. Es gab keine Wechsel und keine offenen Stellen. Das ist besonders gut, weil es in vielen Bereichen der Jugendhilfe zu wenige Fachkräfte gibt.
Fachkräftemangel bedeutet: Es gibt nicht genug gut ausgebildete Menschen, die in diesem Bereich arbeiten können. Deshalb müssen manche Angebote verkleinert oder sogar eingestellt werden. Dann bekommen Familien nicht mehr die Unterstützung, die sie brauchen.
Bei der SPFH der Lebenshilfe Frankfurt ist das anders: Alle Stellen sind besetzt. Dadurch können die Familien weiterhin zuverlässig unterstützt werden.
Im SPFH‑Team arbeiten 10 sozialpädagogische Fachkräfte. Sie unterstützen die Familien in ihrem Alltag.
Der Austausch im Team ist ein wichtiger Teil der Arbeit. Die Mitarbeiter*innen sprechen regelmäßig miteinander über ihre Erfahrungen und über schwierige Situationen. So können sie gemeinsam überlegen, was gut läuft und wie man Probleme lösen kann.
Durch diesen regelmäßigen Austausch ist das Team sehr zusammengewachsen. Außerdem arbeiten viele schon lange hier. Das nennt man Kontinuität.
Im Jahr 2025 gab es dafür ein schönes Beispiel:
Drei Mitarbeiter*innen feierten ein Dienstjubiläum von über 15 Jahren in der SPFH. Die Leitung ist sogar schon 24 Jahre in diesem Arbeitsbereich tätig.
Anfang des Jahres 2025 ist die SPFH mit ihrem Büro umgezogen. Früher war das Büro im Nordend. Jetzt befindet es sich im „kleinen Häuschen“ auf dem Gelände der Geschäftsstelle der Lebenshilfe Frankfurt auf Gut Hausen.
Dieser Umzug war schon lange gewünscht. Das neue Haus bietet besondere Räume, die sich gut für Gespräche und Treffen mit Familien eignen. Dort gibt es mehr Platz und mehr Ruhe.
So können die Mitarbeiter*innen Familien besser beraten und begleiten – vor allem dann, wenn ein Ort außerhalb der eigenen Wohnung hilfreich ist, um ungestört reden zu können.