Unsere Arbeit – unser Fokus
Integrative Kindereinrichtungen
Verlässliche Angebote und Unterstützung für Nutzer*innen gestalten
In einer integrativen Kindertagesstätte (Kita) werden Kinder mit und ohne Beeinträchtigung zusammen betreut. In den fünf integrativen Kitas der Lebenshilfe Frankfurt werden 150 Kinder betreut. Die Kinder sind zwischen 1 und 6 Jahre alt. 38 Kinder haben eine Beeinträchtigung. Immer mehr Familien mit einem Kind mit Beeinträchtigung möchten einen Platz in den Kitas der Lebenshilfe Frankfurt.
Das haben wir 2025 geschafft:
- Mit Fördergeld von der Stadt Frankfurt wurde im Kindergarten und im Kinderladen vieles verändert. Auch in den drei anderen Einrichtungen wurde viel verändert. Es gab zum Beispiel neue Spielgeräte.
- Durch das Landesprogramm „Starke Teams – starke Kitas“ konnten die Mitarbeitenden viele Fortbildungen machen. Außerdem wurden viele neue Dinge angeschafft.
- Ausbildung und Weiterbildung sind uns für die Weiterentwicklung wichtig und um neue Mitarbeiter*innen zu finden. Auch das Ehrenamt wird immer wichtiger. Dafür wurde eine neue Mitarbeiterin eingestellt. Sie berät und unterstützt die Mitarbeiter*innen. Das Netzwerk wurde so weiter ausgebaut.
Besondere Aktionen im Jahr 2025:
- 2025 wurde eine Broschüre zum Thema Medienpädagogik erarbeitet. Diese wird im Jahr 2026 veröffentlicht.
- Leitungskräfte und Mitarbeiter*innen haben zusammen ein Konzept gegen Gewalt erstellt. Das Konzept wurde bei der Stadt Frankfurt eingereicht. Ein Gewaltschutzkonzept ist ein Plan. Der Plan hilft, Kinder und Mitarbeiter*innen in schwierigen Situationen vor Gewalt zu schützen.
- Themenwelt Ernährung und Abschlussgruppen: Es wurden Informationen und Fragen zu gesunder Ernährung erarbeitet. Zusätzlich wurden Inhalte zur Vorbereitung auf die Schule entwickelt. Diese Themen wurden in den Teams gemeinsam bearbeitet. Auch die Eltern haben die Informationen erhalten. Dadurch können sie ihre Kinder im Alltag und beim Start in die Schule unterstützen.
Besondere Projekte durch Fördermittel:
Fördermittel sind Gelder, die von der Stadt Frankfurt oder dem Land Hessen kommen, um besondere Angebote zu machen.
- Sprachförderung: Es wurden Fördermittel vom Regierungspräsidium Darmstadt eingesetzt, um die Sprachförderung auszubauen. Eine Mitarbeiterin hat die Fortbildung „Lilo Lausch“ gemacht. Sie setzt das Programm nun in der Arbeit mit den Kindern um. „Lilo Lausch“ ist ein Programm zur Sprachförderung für kleine Kinder.
- BeFö-Mittel für zwei Einrichtungen: Seit 2023 erhalten der Naturkindergarten und die Krabbelstube auf Gut Hausen Mittel aus der „Besonderen Förderung“ (BeFö). Damit wurden zusätzliche Angebote ermöglicht, Zum Beispiel: Musikstunden, Bewegungsangebote und der Einsatz von Therapiehunden. Diese Angebote unterstützen die Entwicklung der Kinder und stärken ihr Wohlbefinden.
- Kita-Assistent*innen: Durch die Finanzierung des Landes Hessen konnten Stellen für Kita-Assistentinnen geschaffen werden. Dadurch wurde das Team personell verstärkt. Gleichzeitig bietet das Modell einen Einstieg in den pädagogischen Bereich: Mehrere Assistentinnen haben Interesse an einer weiterführenden Ausbildung entwickelt, wodurch langfristig Fachkräfte gewonnen werden können.
Die erhaltenen Fördergelder konnten erfolgreich eingesetzt werden. Die Gelder leisten einen wichtigen Beitrag zur Arbeit der Einrichtungen. Gleichzeitig bleibt eine verlässliche Grundfinanzierung der Integrationsplätze notwendig. Nur so kann die Qualität der Angebote langfristig gesichert und die wirtschaftliche Stabilität gewährleistet werden.
Wirtschaftliche Stabilität sichern
Kinder ab 2 Jahren können in Frankfurt kostenlos in die Kita gehen. Die Stadt bezahlt den Kita‑Platz.
In den integrativen Kitas der Lebenshilfe Frankfurt sind weniger Kinder in einer Gruppe. So können die Kinder besser begleitet werden. Eine Kindergarten-Gruppe hat 15 Kinder statt 22. Davon haben 5 Kinder eine Beeinträchtigung.
In der Krabbelstube hat eine Gruppe 10 Kinder statt 12. Davon haben 2 Kinder eine Beeinträchtigung. Das ist möglich durch zusätzliches Geld von der Stadt Frankfurt und vom Land Hessen. Dieses Geld heißt Integrationspauschale.
Herausforderungen bei der Integrationspauschale
Die Integrationspauschale ist Geld für die Unterstützung von Kindern mit Förderbedarf. Bei der Umsetzung gab es im Jahr 2025 verschiedene Schwierigkeiten.
So wurde die Unterstützung während der Ferienzeiten teilweise nicht übernommen. Zudem wurden die geltenden Regelungen durch Mitarbeitende der Eingliederungshilfe unterschiedlich ausgelegt. In einigen Fällen wurde argumentiert, dass Kinder sich noch in der Eingewöhnung befinden und daher kein Anspruch auf einen Integrationsplatz besteht. Teilweise wurden auch Regelungen aus dem schulischen Bereich angewendet, die nicht auf den Kita-Alltag übertragbar sind.
Diese unterschiedlichen Handhabungen führten zu Unsicherheiten und Ungleichbehandlungen. Für eine verlässliche Förderung der Kinder sind daher klare und einheitliche Regelungen erforderlich.
Mitarbeitenden gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit bieten
Die Einrichtungen wurden stark nachgefragt als Praxisorte für Ausbildung und Einstieg in den pädagogischen Bereich. Dazu zählen Einsätze im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), PiVA‑Ausbildungen, Praktika sowie duale Studiengänge, die Theorie und Praxis miteinander verbinden.
Die Hauswirtschaftskräfte tauschten sich regelmäßig in gemeinsamen Treffen aus. Diese Treffen dienten der gegenseitigen Unterstützung und dem fachlichen Austausch. Gleichzeitig wurde die Bedeutung ihrer Arbeit gezielt sichtbar gemacht und gewürdigt.
Offene Leitungsstellen konnten erfolgreich mit internen Mitarbeitenden besetzt werden. Die neuen Leitungskräfte haben Fortbildungen, Coaching und Supervision erhalten. So wurden sie in ihrer neuen Rolle unterstützt und auf ihre Aufgaben vorbereitet.