Unser Interner Aufbau
Bericht der Vorständin
Dominique Deneu ist die hauptamtliche Vorständin der Lebenshilfe Frankfurt. In diesem Abschnitt berichtet sie von ihrer Arbeit im Jahr 2025.
2025: Wir haben das Fundament gestärkt
Das Jahr 2025 war für die Lebenshilfe Frankfurt ein besonderes Jahr. Wir haben viel Zeit und Kraft in wichtige Grundlagen investiert. Diese Grundlagen brauchen wir, damit wir mit unseren Angeboten auch in Zukunft gut arbeiten können – gemeinsam für Teilhabe.
Dafür haben wir das Bild eines Igels benutzt: Wir haben uns „eingeigelt“. Das bedeutet: Wir haben uns auf die wichtigsten Aufgaben konzentriert. Andere Themen mussten manchmal warten.
Diese Entscheidung war wichtig. So konnten wir Rahmenbedingungen schaffen, die uns auch in den nächsten Jahren helfen werden.
Trotzdem haben wir die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft aufmerksam verfolgt.
Wir stehen für Demokratie und Inklusion
Im Jahr 2025 haben wir erlebt, dass Ausgrenzung und demokratiefeindliche Positionen immer sichtbarer wurden. Davon sind oft Menschen betroffen, die nicht in das Bild anderer Menschen passen. Dazu gehören auch Menschen mit Beeinträchtigung und die Menschen, die sie unterstützen.
Deshalb haben wir uns schon vor der Bundestagswahl im Februar 2025 klar für Demokratie und Zusammenhalt eingesetzt.
Für uns gilt:
Jeder Mensch gehört dazu. Jede*r kann etwas.
Wir lehnen eine Politik ab, die Menschen gegeneinander aufbringt oder ausgrenzt. Wir lehnen auch die Aussage ab, dass Inklusion falsch ist. Wir setzen uns gemeinsam für Teilhabe ein.
Dafür setzen wir uns ein
Inklusion bedeutet für uns:
- Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
- Menschen mit Beeinträchtigung sind genauso willkommen wie alle anderen.
- Jede Person soll überall mitmachen können, zum Beispiel in der Schule, bei der Arbeit oder in der Freizeit.
- Niemand soll ausgeschlossen werden, weil Unterstützung gebraucht wird.
Für diese Werte haben wir uns 2025 eingesetzt. Auch in unserer Strategie für 2026/2027 spielen sie eine wichtige Rolle.
Das bedeutet: Die Lebenshilfe Frankfurt zeigt Haltung. Wir setzen uns öffentlich für Inklusion, Selbstbestimmung und die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung ein.
Unsere Schwerpunkte für 2026 und 2027
Den Krisenmodus aus den Jahren 2024 und 2025 lassen wir hinter uns. Wir wollen wieder stärker gestalten und neue Ideen umsetzen.
Dafür haben wir vier wichtige Handlungsfelder festgelegt:
- Finanzierung
- Angebotsentwicklung
- Die Marke Lebenshilfe Frankfurt stärken
- Mitarbeit und Unterstützung in unseren Fachbereichen und Angeboten
Diese Themen werden unsere Arbeit in den kommenden Jahren besonders prägen. Mehr über unsere Strategie 2026/2027 erfahren Sie im Abschnitt Planung und Ausblick.
Was die Lebenshilfe Frankfurt stark macht
Ich möchte Sie beispielhaft mit in das Handlungsfeld “Mitarbeit und Unterstützung” nehmen.
Im vergangenen Jahr konnten wir viele positive Entwicklungen beobachten:
- Aufsichtsratsmitglieder haben ihr Wissen eingebracht und zusätzliche Aufgaben übernommen.
- Mitglieder wurden ehrenamtlich aktiv.
- Ehrenamtliche wurden Mitarbeitende.
- Mitarbeitende haben sich weitergebildet und neue Qualifikationen erworben.
- Mitarbeitende haben Führungsverantwortung übernommen.
- Andere Führungskräfte wollten wieder näher mit den Klient*innen arbeiten.
- Klient*innen haben sich stärker engagiert, zum Beispiel im Selbstvertreter-Rat oder in Projekten.
- Fachkräfte aus Pädagogik und Verwaltung haben enger zusammengearbeitet und voneinander gelernt.
- Angehörige, Selbstvertreter*innen und Fachkräfte haben gemeinsam die Interessen von Menschen mit Beeinträchtigung vertreten.
- Angehörige haben sich auch für Menschen eingesetzt, die selbst nicht laut genug sein können.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Diese Entwicklung freut und bewegt mich sehr. Sie zeigt, was die Lebenshilfe Frankfurt ausmacht: Viele Menschen übernehmen Verantwortung und setzen sich gemeinsam für unsere Ziele ein.
Es entsteht ein starkes Miteinander. Menschen unterstützen sich gegenseitig und engagieren sich für die Zukunft der Lebenshilfe Frankfurt.
Dafür danke ich allen, die sich einbringen. Sie helfen mit, dass die Lebenshilfe Frankfurt auch in schwierigen Zeiten eine starke Stimme für Menschen mit Beeinträchtigung bleibt.