Unsere Arbeit – unser Fokus
Selbsthilfe und Beratung
Verlässliche Angebote und Unterstützung für Menschen mit Beeinträchtigung und Angehörige
Ansprechpartnerin für Fragen und Beratung
Die Lebenshilfe Frankfurt hat eine Ansprechpartnerin für Fragen und Beratung. Sie beantwortet Fragen und berät Menschen. Sie hilft dabei, passende Unterstützungsangebote zu finden. Viele Menschen nutzen die Beratung.
Die Beratung ist für:
- Angehörige von Menschen mit Beeinträchtigung
- Erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung
- Eltern, die selbst eine Beeinträchtigung haben
- Einrichtungen, die mit Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten
Die Beratung findet statt:
- persönlich vor Ort auf Gut Hausen
- am Telefon
- per E-Mail
Im Jahr 2025 kamen Menschen aus vielen verschiedenen Ländern zur Beratung. Die Beratung war möglich auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Dari. Mehrmals im Jahr findet die Beratung auch im Amt für multikulturelle Angelegenheiten statt. Dieses Angebot richtet sich besonders an Familien aus anderen Herkunftsländern.
Elterngruppe peer to peer
Im Mai 2024 hat eine Elterngruppe Selbsthilfe-Treffen gestartet. Die Gruppe ist für Eltern, die Kinder mit Förderbedarf haben. Die Elterngruppe traf sich im Jahr 2025 jeweils 1 Mal im Monat. Es kamen regelmäßig acht bis zwölf Teilnehmer*innen. Eltern können sich über wichtige Themen austauschen. Die Elterngruppe ist für alle Interessierte offen. Die Treffen finden dienstags von 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr statt.
Die Lebenshilfe und das Internationale Familienzentrum arbeiten hier zusammen.
Türkische Elterngruppe
Die türkische Elterngruppe besteht aus ca. 10 Familien. Die Familien treffen sich alle zwei Monate am Wochenende. So können auch die Geschwisterkinder und auch die Väter mitkommen. Die Gruppe ist nicht mehr offen wie am Anfang. Das heißt jetzt kann niemand mehr zu der Gruppe dazukommen. Die Gruppe hat gesagt: Wir wollen über persönliche Themen sprechen. Wir vertrauen uns. Wir möchten jetzt nur noch im vertrauten Rahmen miteinander sprechen.
Starke Eltern, starke Kinder
Im Jahr 2025 gab es ein neues Angebot. Es heißt „Starke Eltern, starke Kinder“. Bei dem Angebot handelt es sich um einen Kurs der 10 Wochen dauert. Er fand zweimal statt: einmal im Frühling und einmal im Herbst. An dem Kurs konnten maximal 12 Personen teilnehmen.
Der Kurs ist etwas ganz Besonderes. Der Kurs ist für Eltern, die mit einem Kind mit Förderbedarf leben. Diese Eltern haben oft besondere Fragen.
Der Kurs ist ein „anleitendes Erziehungskonzept“. Das bedeutet: Der Kurs zeigt, wie schwierige Situationen ohne Streit gelöst werden können.
In dem Kurs haben alle Eltern Kinder mit Förderbedarf. Deshalb fühlten sich die Eltern sehr wohl. Sie konnten offen über ihre Themen sprechen.
Der Kurs wird im Jahr 2026 wieder stattfinden: einmal im Frühling und einmal im Herbst.
Workshops zum Thema Autismus
Im Jahr 2025 gab es zwei Workshops zum Thema Autismus. Die Workshops waren für Angehörige. Ein Workshop war im Frühling. Ein Workshop war im Herbst.
Bis zu 8 Angehörige haben an den Workshops teilgenommen. Die Angehörigen wünschen sich, dass die Workshops im Jahr 2026 weitergeführt werden. Sie möchten auch mehr Austausch für Eltern.
Elterncafé
Seit Oktober 2025 gibt es das Elterncafé. Hier können sich Eltern treffen, die ein Kind mit Förderbedarf haben. Sie können miteinander sprechen und sich austauschen. Dabei trinken sie Kaffee und essen eine Kleinigkeit.
Das Elterncafé wird im Jahr 2026 weitergeführt. Das Elterncafé findet dann einmal im Monat statt.
Teilhabe-Lotsin bei der Lebenshilfe Frankfurt
Menschen mit Beeinträchtigung oder ihre Angehörigen können sich an die Teilhabe-Lotsin der Lebenshilfe Frankfurt wenden. Das gilt, wenn sie Unterstützung oder ein Angebot suchen.
In Frankfurt gibt es mehrere Teilhabe-Lotsinnen und Teilhabe-Lotsen. Sie arbeiten bei verschiedenen Einrichtungen.
Zum Beispiel bei den Praunheimer Werkstätten, bei „Komm Ambulante Dienste“ oder bei der Lebenshilfe Frankfurt. Alle Teilhabe-Lotsinnen und Teilhabe-Lotsen treffen sich alle zwei Monate.
In den Treffen sprechen sie zum Beispiel über diese Fragen:
- Wer hat einen freien Platz in einer Tagesförderstätte?
- Wer hat einen freien Platz in einer besonderen Wohnform?
- Wer bietet Betreutes Wohnen in der eigenen Wohnung an?
- Wer bietet Freizeitassistenz an?
- Wer hat gute Angebote für Menschen mit Beeinträchtigung?
Die Teilhabe-Lotsinnen und Teilhabe-Lotsen sprechen auch darüber, was erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung brauchen. Sie suchen dann gemeinsam nach passenden Lösungen und Hilfen.
Die Teilhabe-Lotsin der Lebenshilfe Frankfurt unterstützte im Jahr 2025 zum Beispiel:
- bei der Suche nach einer Wohnung mit Betreuung
- bei der Suche nach einer Tagesförderstätte
- bei der Suche nach Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
- bei der Suche nach passenden Krankenhäusern
- bei der Suche nach passenden psychiatrischen Angeboten
- bei der Suche nach qualifizierter Assistenz für das Wohnen in der eigenen Wohnung
Wirtschaftliche Stabilität sichern
Selbsthilfe von Angehörigen ist sehr wichtig. Selbsthilfe bedeutet: Eltern, Geschwister oder rechtliche Betreuer helfen sich gegenseitig. Sie sprechen miteinander. Sie teilen ihre Erfahrungen. Sie lernen voneinander. Die Lebenshilfe Frankfurt bietet dafür Kurse und Treffen an. So werden die Angehörigen gestärkt.
In den vergangenen Jahren hat die Lebenshilfe Frankfurt die Angehörigenarbeit aus eigenen finanziellen Mitteln bezahlt. Auf Dauer ist das für den Verein wirtschaftlich nicht tragbar.
Darum hat die Lebenshilfe Frankfurt im Jahr 2024 mit der Sozialdezernentin Elke Voitl gesprochen. Die Sozialdezernentin ist eine Politikerin in Frankfurt. Sie hat andere Politiker*innen gefragt, ob sie helfen. Die Parteien Bündnis 90 / Die Grünen, SPD, FDP und Volt haben gemeinsam einen Antrag gestellt. Ein Antrag ist ein Vorschlag für eine Entscheidung.
Der Antrag war: Die Stadt soll der Lebenshilfe Frankfurt Geld für die Angehörigen Selbsthilfe geben. Im Jahr 2024 wurde dieser Antrag angenommen. Für das Jahr 2025 hat die Lebenshilfe Frankfurt daher eine städtische Zuwendung von 60.000 Euro für die Angehörigenarbeit erhalten.