Digitale Broschüre

Gemeinsam für Teilhabe

Jahresbericht 2025

Unsere Arbeit – unser Fokus

Freizeit und Reisen

Verlässliche Angebote und Unterstützung für Nutzer*innen gestalten

Freizeit-Angebote
Auch 2025 gab es bei der Lebenshilfe Frankfurt wieder viele Freizeit-Angebote.

An fast jedem Wochenende im Jahr gab es Angebote.

Es gab zum Beispiel:

  • Disco-Besuche,
  • Tagesausflüge,
  • einen Stadion-Besuch,
  • Fitness,
  • Kino oder
  • den Kaffee-Klatsch.

So haben 85 Freizeit-Angebote mit insgesamt 536 belegten Plätzen stattgefunden.

Im Laufe des Jahres kamen neue Angebote dazu. Zum Beispiel der Feierabend-Stammtisch. Dort geht die Gruppe Freitagabends in verschiedene Kneipen in Frankfurt.

Außerdem gab es ein Strick‑Treffen. Dort konnten alle mitmachen, auch ohne Vorkenntnisse.

Seit 2025 gibt es einmal im Monat ein kostenloses Koch-Angebot. Die Teilnehmenden entscheiden selbst was gekocht wird und gehen zusammen einkaufen.

Alle Angebote wurden so geplant, dass sie gut zu den Interessen der Teilnehmenden passen. Die Angebote werden gemeinsam entwickelt.

2025 wurde die “Mädchengruppe” in den Bereich Freizeit und Reisen aufgenommen. Seit einigen Jahren treffen sich hier regelmäßig junge Frauen mit Trisomie 21. Sie können dort über eigene Themen sprechen, Freundschaften schließen und gemeinsam entscheiden, was sie machen möchten.

Zusammen mit der Volkshochschule Frankfurt gab es wieder die inklusiven Lern-Angebote „Lesen und Schreiben“, „Umgang mit Zahlen“ und den „Lea Leseklub“.

Das Projekt „Abenteuer Umwelt“ wurde 2025 weitergeführt. In diesem Rahmen entstand ein Sinnesgarten. Ein Garten, der gemeinsam gepflegt und genutzt wird.

Dort wurden Hochbeete bepflanzt, barrierefreie Sitzplätze geschaffen und kreativ gearbeitet. Das Projekt wurde zeitweise von Studierenden der Frankfurt University of Applied Sciences unterstützt und mit einer Förderung vom Lebenshilfe Landesverband realisiert.

Die Freizeitangebote fördern Begegnung, Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung und Austausch zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.

Reisen
Im Jahr 2025 fanden 14 Reisen für Menschen mit ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen und Bedürfnissen statt.

6 davon waren „Einfach gemeinsam“-Reisen. Sie sind für Menschen gedacht, die viel Unterstützung brauchen. Bei „Einfach gemeinsam“-Reisen gibt es mehr Assistenzen, barrierefreie Unterkünfte und Pflegehilfsmittel.

Die Gruppen waren von April bis Dezember unterwegs. Die Ziele waren sehr vielfältig.

Zum Beispiel:

  • eine Übernachtung auf einem Hausboot in Prag,
  • ein barrierefreier Reiterhof im Emsland oder
  • ein All‑Inclusive‑Urlaub in Tunesien.

Ein besonderes Highlight war die Reise nach Kanada. Die Gruppe besuchte Vancouver und Vancouver Island. Sie war mit eigenen Autos unterwegs. In zwei Wochen Kanada-Urlaub haben die Reisenden viel erlebt und gesehen. Sie machten sogar eine Wal‑Beobachtungs‑Tour.

Die Reiseangebote wurden im Jahr 2025 verändert. Jetzt können alle Menschen zusammen verreisen. Egal, wie viel Unterstützung oder Pflege sie brauchen. Früher gab es getrennte Angebote mit verschiedenen Betreuungs-Schlüsseln. Jetzt sind alle Reisen für alle offen. Das macht Menschen mit höherem Pflegebedarf die Teilnahme leichter. Es sorgt auch für fairere Preise: Die Assistenzkosten richten sich nach dem tatsächlichen Bedarf.

Inklusive Ferienspiele
Auch 2025 fanden im Bereich Freizeit und Reisen wieder die inklusiven Ferienspiele mit dem Ferienkarussell Frankfurt statt. Es nahmen 18 Grundschulkinder mit und ohne Beeinträchtigung im Alter von 6 bis 10 Jahren teil.

Im Mittelpunkt standen gemeinsame Aktivitäten, damit sich die Kinder kennenlernen, miteinander spielen und Vielfalt erleben. Es gab zum Beispiel Ausflüge zu einem Lernbauernhof und zu Abenteuerspielplätzen.

Die Ferienspiele fanden 2025 zum letzten Mal im Fachbereich Freizeit und Reisen statt. Der Bereich macht vor allem Angebote für Erwachsene. Deshalb übernimmt ab 2026 die Ambulante Familienhilfe (AFH) die inklusiven Ferienspiele mit dem Ferienkarussell Frankfurt.

Wirtschaftliche Stabilität sichern

Der Bereich Freizeit und Reisen hat immer finanzielle Verluste gemacht. Das heißt: Es wurde mehr Geld ausgegeben als eingenommen.

Der Verein hat viele Jahre Geld dazugegeben, damit die Angebote stattfinden können. Das funktioniert auf Dauer nicht. Deshalb gilt seit 2024 die Regel: Jeder Bereich muss sich selbst finanzieren. Das heißt: Alle Kosten müssen gedeckt sein.

Deshalb mussten 2025 die Preise unserer Angebote angepasst werden.

Die Reise-Preise wurden erhöht. Für die Freizeit-Angebote wurden Teilnahme-Preise eingeführt. Teilnehmende können für einen Teil der Kosten Unterstützung bekommen, zum Beispiel durch:

  • den Entlastungsbetrag
  • die Verhinderungspflege der Pflegekasse
  • die Eingliederungshilfe des Landeswohlfahrtsverbands (LWV)

Am Ende des Jahres hat sich gezeigt: Trotz der Einführung und Anpassung der Teilnahmebeiträge blieb die Nachfrage stabil. Sie ist im Laufe des Jahres sogar gestiegen. Das heißt: Es waren weiterhin viele Menschen bei den Angeboten dabei.

Wir konnten manche Angebote durch Förderungen kostenlos anbieten. Zum Beispiel das Koch-Angebot. Viele Teilnehmende haben die Assistenzkosten über die Pflegekasse oder den LWV erstattet bekommen.

Der Bereich war erstmals kostendeckend. Das heißt: Es wurde mehr Geld eingenommen als ausgegeben. Das ist jedes Jahr das Ziel.

Mitarbeitenden gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit bieten

Im Jahr 2025 arbeiteten im Bereich Freizeit und Reisen 2 festangestellte pädagogische Fachkräfte und 4 geringfügig Beschäftigte bzw. Werkstudent*innen.

Zusätzlich unterstützten rund 60 Honorarkräfte die Angebote. Ohne ihr Engagement wären die zahlreichen Freizeit‑ und Reiseangebote nicht möglich.

Seit 2025 gibt es eine Schulung für Reiseleitungen. Die Schulung wurde im Bereich entwickelt und ist auf den Bereich abgestimmt.

Für alle Mitarbeiter*innen und Honorarkräfte, die Angebote begleiten, fanden regelmäßige Treffen statt. Sie dienten der Abstimmung, Qualitätssicherung, gelingenden Einsätzen und guten Zusammenarbeit.