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Lebenshilfe Frankfurt - Selbstvertreter Rat

Frankfurt ehrt Sinti und Roma mit einer Gedenktafel


Ein Beitrag von Sanae Fujita, Unterstützerin des Selbstvertreterrates der Lebenshilfe Frankfurt

 

Die Stadt Frankfurt hat am 27. Januar 2026 eine neue Gedenktafel für Sinti und Roma enthüllt. Die Feier fand im Stadthaus am Dom statt. Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg und Romani Rose vom Zentralrat der Sinti und Roma haben die Tafel vorgestellt.

Die Gedenktafel hängt am Eingang des Stadthauses. Sie zeigt: Schon im Jahr 1417 wurden die ersten Sinti und Roma in Frankfurt begrüßt. Viele Sinti und Roma haben sich diese Anerkennung seit langer Zeit gewünscht.

Die Tafel wurde vom Künstler Jürgen Goertz gestaltet.

Auch Helmut Bormann, Selbstvertreter der Lebenshilfe Frankfurt, und Sanae Fujita, als Unterstützerin, waren bei der Feier dabei.

Worte der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg sagte: Sinti und Roma leben seit 600 Jahren in Frankfurt. Sie sind Künstlerinnen und Künstler, Handwerkerinnen und Handwerker, Nachbarinnen und Nachbarn und Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Doch in der Geschichte wurden Sinti und Roma oft schlecht behandelt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden viele verfolgt und ermordet. Insgesamt wurden 500.000 Sinti und Roma von den Nationalsozialisten getötet.

Die Gedenktafel erinnert auch an diese schwere Zeit. Sie zeigt aber vor allem: Sinti und Roma gehören zu Frankfurt.

 

Musik, Film und Gespräche

Bei der Gedenkfeier spielte das Philharmonische Orchester der Sinti und Roma. Ein Kinderchor sang schöne Lieder und zeigte traditionelle Tänze.

Außerdem wurde ein Dokumentarfilm gezeigt. Er heißt „Der lange Weg der Sinti und Roma“. Der Film zeigt: Auch heute erleben Sinti und Roma noch Diskriminierung.

Zwei Personen aus dem Film waren bei der Feier dabei. Sie haben mit den Gästen gesprochen und gesagt: Wir müssen gemeinsam gegen Diskriminierung kämpfen.

 

Eindruck von Selbstvertreter Helmut Bormann

Nach der Feier sagte Helmut Bormann: „Es ist wichtig zu wissen, was früher passiert ist. Sinti und Roma gehören zu Frankfurt – so wie wir alle.“

 

(v.l.: Sanae Fujita, Helmut Bormann, Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg)

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